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London: Art on the Underground

findings — Tags: , — nicole @ Wednesday, 16. June 2010, 13:07 Uhr

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London hat das älteste (seit 1863!) und größte U-Bahn Netz der Welt. Gleichzeitig ist der Linienplan völlig transparent und ermöglicht eine wunderbar einfache Orientierung. Ein signalstarkes Leitsystem ordnet jeder Linie eine eindeutige Farbe und einen eigenen Namen zu. Ich wünschte mir eine ähnliche Übersichtlichkeit beispielsweise bei den Berliner Verkehrbetrieben, mit ihrer verwirrenden Anzahl an kryptischen Kürzeln sowie der unklaren Unterscheidung zwischen S- und U-Bahn Linien. Ganz zu schweigen von den grauenvollen Bahnsteigbeschriftungen…

Seit 2004 wird der Taschen-Netzplan der Londoner Tube von einem zeitgenössischen Künstler oder Designer gestaltet. Die aktuelle Tube Map ist von der US-Amerikanerin Barbara Kruger.

Die Künstlerin ersetzt den Namen jeder Station durch einen Begriff von kultureller Bedeutung, wie Macht, Stolz, Erinnerung, etc. Die Arbeit von Kruger funktioniert auf eine subtile und überraschende Weise. Als ich kürzlich als Touristin und nicht vertraut mit dem Kunstprojekt den U-Bahn Plan von Kruger zur Orientierung benutzte, fiel mir auf den ersten Blick die Manipulation an den Begriffen gar nicht auf. Spätestens die Haltestelle Irony brachte das A-ha Erlebnis.

Hier ein Artikel in Creative Review vom 18. Mai 2010 zum Projekt Art on the Underground.

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