Farbintelligenz
Weil es ohnehin viel zu heiß für sinnvolle Arbeiten ist… Immerhin kann ich mit dem bestmöglichen Ergebnis prahlen. Wer sein Auge für Farbnuancen im Color IQ Test prüfen möchte, bitte hier entlang.
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London hat das älteste (seit 1863!) und größte U-Bahn Netz der Welt. Gleichzeitig ist der Linienplan völlig transparent und ermöglicht eine wunderbar einfache Orientierung. Ein signalstarkes Leitsystem ordnet jeder Linie eine eindeutige Farbe und einen eigenen Namen zu. Ich wünschte mir eine ähnliche Übersichtlichkeit beispielsweise bei den Berliner Verkehrbetrieben, mit ihrer verwirrenden Anzahl an kryptischen Kürzeln sowie der unklaren Unterscheidung zwischen S- und U-Bahn Linien. Ganz zu schweigen von den grauenvollen Bahnsteigbeschriftungen…
Seit 2004 wird der Taschen-Netzplan der Londoner Tube von einem zeitgenössischen Künstler oder Designer gestaltet. Die aktuelle Tube Map ist von der US-Amerikanerin Barbara Kruger.
Die Künstlerin ersetzt den Namen jeder Station durch einen Begriff von kultureller Bedeutung, wie Macht, Stolz, Erinnerung, etc. Die Arbeit von Kruger funktioniert auf eine subtile und überraschende Weise. Als ich kürzlich als Touristin und nicht vertraut mit dem Kunstprojekt den U-Bahn Plan von Kruger zur Orientierung benutzte, fiel mir auf den ersten Blick die Manipulation an den Begriffen gar nicht auf. Spätestens die Haltestelle Irony brachte das A-ha Erlebnis.
Hier ein Artikel in Creative Review vom 18. Mai 2010 zum Projekt Art on the Underground.
Ein kurzer dokumentarischer Film für alle, die schon immer wissen wollten, wie es möglich ist, dass Comic Sans hartnäckig überlebt. Auch schön: die humorige Initiative der Designer Dave und Holly Combs ban comic sans. Online-Petition zur Kampagne hier.
Altmark – Sachen-Anhalt. Wer einmal in der landschaftlich wunderschönen Gegend ist, dem empfehle ich einen Besuch in der Trinkhalle Kummer, wobei es herauszufinden gilt, ob man mit resp. aus Kummer in die Trinkhalle geht oder mit Selbigem das Etablissement wieder verlässt. Wie dem auch sei: Allen ein unbekümmertes Wochenende!
Die Farbe des Jahres 2010 ist PANTONE 15-5519 Turquoise. Wir erinnern uns: die 90er Jahre gestalteten sich farblich häufig in dieser Mischfarbe zwischen blau und grün, deren Temperatur in der Farbpsychologie sowohl als besonders kalt gilt, gleichzeitig aber an karibisches Meer erinnern soll. Türkis waren U-Bahnen, Poloshirts, Treppengeländer, Tupperware-Behälter und auch Plattencover (oben von links nach rechts: 1. Complilation Just the Best, 1996; 2. Nirvanas Album Nervermind, 1991; 3. Marusha Somewhere Over The Rainbow, 1994). Wie schade, dass alle Modeerscheinungen wiederkehren – so auch türkis. Zweifelhaften Dank dafür PANTONE!
»over-the-top and never meant to be really used« (Wim Crouwel)
Ein schönes Gimmick aus dem Hause Pentagram. In einem interaktiven online Psychotest findet ein Therapeut heraus, welche Schriftart der eigenen Persönlichkeit entspricht.
Ich bin die New Alphabet, eine Rasterschrift von Wim Crouwel aus dem Jahr 1967 – eine Schriftart, die unlesbar ist. Zuletzt erhielt die New Alphabet Aufmerksamkeit als Coverfont von Joy Divisions Album Substance (1988).